Datum GPS-Bild (anklicken) Tagebuch Nordamerika Teil 3

ab 20.09.2013

Nordamerika
mit SUV und Trailer
Teil 3

... und so gehen wir also nochmals nach Nordamerika. Diesmal als "Snowbird", d.h. im Sommer in Canadas Norden und im Winter in Mexico. Das Reisen selbst ist nicht mehr im Zentrum. Wir wollen nur noch geniessen, uns von den letzten 5 Jahren "ausruhen" und auf ein "bürgerliches Leben" vorbereiten....
Warum denn ausgerechnet Nordamerika?? Nun - Nordamerika besteht per Definition aus Canada, USA und Mexico. Das Preis/Leistungsverhältnis ist ausgezeichnet, es ist meistens sauber und gepflegt, Kultur und Klima sind mit den europäischen Verhältnissen teilweise vergleichbar. Nach all den Erfahrungen lässt es sich mit einem Camper hervorragend leben. Nirgends auf der Welt kann man auf so vielfältige Weise die Natur entspannter geniessen, Ballungszentren können einfach umgangen werden.
Also dann... Let's go!! Es gibt immer noch viel zu sehen.

26.10.
bis auf weiteres
San Felipe (Mexico)

24'483 km

In San Felipe hat sich während den vergangenen 3 Jahren viel getan. Neue, gepflegte Einkaufsmöglichkeiten und die fertig gestellte Küstenpromenade sind sicher die wichtigsten. "Kiki" der Campbesitzer hat sein Hotel fertig und die freundliche "Mannschaft" von damals ist durch eine gleichwertige ersetzt. Bereits am Montag war der Besuch beim Zahnarzt fällig und die Termine für die Zahnbehandlungen festgelegt. Die Offerten für all die Porzellankronen und anderen Arbeiten sind tiefer, als zu Hause ein "Löchlein" flicken. Dabei ist die Qualität mindestens gleichwertig wie zu Hause. Carlos, der "Autopfleger", hat sich auch schon mit herzlichen Umarmungen gemeldet und möchte Auto und Trailer zu neuem Glanz verhelfen. Wer's noch nicht gemerkt hat: Wir fühlen uns "pudelwohl".
Getrübt wird die Freude durch die Nachricht von unserer Kreditkartenfirma, dass die Karte gesperrt ist. Es wurde festgestellt, dass sie vor wenigen Tagen in den USA von US-Kriminellen kopiert wurde und damit in den USA Betrügereien verübt wurden. Uhhh, Glück gehabt!!!

25.10.
Yuma-
San Felipe (Mexico)

299
24'483 km

Da wir aus Erfahrungen gelernt haben, kauften wir in Yuma nur das, was wir glauben in Mexico nicht ohne weiteres zu bekommen. Es gehört auch dazu, dass man an der Grenze von Arizona nach Californien unter keinen Umständen Zytrusfrüchte bei sich hat, denn diese wandern bei einer Kontrolle mit Sicherheit im Abfall oder man kriegt eine Busse, die man nie mehr vergisst...
... und es stellt sich heraus: Keine Agrarkontrolle nach Californinen, keine Kontrollen oder Stau nach Mexico. Alles war so einfach und freundlich, dass einem fast unwohl wurde. Während auf der "Gegenseite" eine mehrere Spuren breite und einige 100 Meter lange Autokolonne in der prallen Sonne stundenlang warten musste, konnten wir nach wenigen Minuten die Reise zu unserem "Winterquartier" sorgenfrei fortsetzen.

13.-24.10.
Petrified NP-
Yuma

1'127
24'184 km

Nach so vielen grossartigen Sehenswürdigkeiten auf dem Colorado Plateau ist man sehr verwöhnt und es brauch viel, dass es einem "vom Hocker reisst". Fast etwas undankbar, mit einem Hauch von "kennen wir doch x-fach" tuckern wir in Arizona an den schönen Kakteen vorbei Richtung Mesa. Dort ist endlich flicken angesagt. Seit wir den neuen Trailer haben, stellten wir laufend mehr und mehr Mängel fest. Was Mark nicht laufend reparieren konnte, musste nun hier in der Werkstatt gemacht werden. Wie nicht anders zu erwarten war, konnte nicht alles erledigt werden. Es mussten Teile bestellt werden, die aber leider erst in Wochen verfügbar sein sollen. So gehen wir also mit den Mängeln nach Mexico, in der Hoffnung, dass das Zeugs dann nächsten Frühling vor Ort ist...
Bevor es nun in die Baja geht, werden die Vorräte Ergänz, in Algodones in rauhen Mengen problemlos und preiswert Medikamente gekauft. Hasta la vista USA...

09.-1210.
Marbel Canyon-
Petrified NP

547
23'057 km

Wenn man glaubt, dass südlich des Grand Canyon die fast endlose Liste an "Highlights" des Colorado Plateaus ihr Ende gefunden hat, muss sich eines besseren belehren lassen. Das Wupatki National Monument mit seinem Sunset Crater und der Petrified Nationalpark sind weitere tolle Dinge, die man nicht missen sollte. Besonders der Petrified NP mit seinen 250 Mio. Jahre alten versteinerten Bäumen versetzt einem in ungläubiges Staunen. Hier haben wir uns wieder mal über alle Grundsätze hinweg zu einer der ganz seltenen "Souvenierkäufe" hinreissen lassen.

07.-09.10.
Kanab-
Marbel Canyon

393
22'510 km

Egal ob Nord- oder Süd Rim, der Grand Canyon ist sicher der König der Canyons, weltweit. Aber darob die anderen Schluchten rund um das Colorado Plateu oder etwa den Copper Canyon (Baranca del Cobre) in Mexico als "zweitrangig* zu bezeichnen wäre wirklich falsch. Der Marbel Canyon hat es uns im Moment angetan. Erstens führt die Strasse nach den Vermillioncliffs bis zum Grund des Colorado Rivers, zweitens gibt es da unten eine Vielzahl von Aktivitäten und drittens einen wunderbar gelegenen Camp. Wir hatten sogar das Glück eines kräftigen Gewitters mit einer sagenhaften Farbenkulisse im Schein der letzten Sonnenstrahlen. So etwas bekommt man nicht jeden Tag zu sehen...

02..-06.10.
Zion NP-
Kanab

304
22'117 km

Nach 2 ausserordentlich schönen Tagen mit unserem ehem. Hausarzt und seiner Frau am Campfeuer und ansprechenden Wanderungen im Zyon hiess es leider zu schnell wieder lebe wohl zu sagen. Während die beiden Richtung Las Vegas aufbrachen, war unser Ziel Kanab mit seiner berühmten "Wave Lottery". Natürlich verlief unser Weg wie üblich nicht gerade sondern mit einem kleinen Abstecher zu den "Coral Pink Sand Dunes", ein kleines El Dorado für "grosse Jungs", die mit ihren "OHV" und "ATV"-Spielzeugen im Sand herumtollen.
Auch nach dem 3. Versuch hatten wir bei der *Lottery" kein Glück und mussten daher einmal mehr auf den Besuch dieser grossartigen Nâturwunder verzichten. Zum Trotz und einmal mehr haben wir uns daher zum Besuch des Grand Canyon North Rims entschlossen und am schönsten Fensterplatz in der Lodge beim Dinieren den Sonnenuntergang genossen.

24.09.-01.10.
Fish Lake-
Zion NP

706
21'813 km

Der "Gringotrail" in Utah und Teile davon haben wir inzwischen schon drei mal gesehen und immer war es faszinierend. In unserer "Sammlung alle Nationalparks in USA" hat bisher der Zion NP gefehlt. Aber nicht nur das. Auch für kleinere und grössere "Umwege" hatte bisher die Zeit gefehlt. Diesmal ist alles anders. Wir meiden Hauptachsen, suchen wenig befahrene Strassen, gehen den Touristenströmen aus dem Weg und werden dafür mit tollen Eindrücken reichlich belohnt. Beim Zion ist dann allerdings Schluss mit der "Herrlichkeit". Und das mit gutem Grund. Es ist unverzeihlich, dass wir den Zion erst beim vierten Anlauf auf "dem Programm" haben. Wie ganz Utah, ist auch der Zion ein unvergleichliches Naturwunder. Obwohl auch wir dazu gehören, stört einzig der riesige Touristentrom aus aller Welt in einem der meistbesuchten Nationalparks in USA (> 2,7 Mio. Besucher/Jahr), Die Camps sind über Monate ausgebucht und es ist reine Glücksache einen der begehrten Plätze spontan zu ergattern....

19.09.-23.09.
Twin Falls-
Fish Lake

1'058
21'107 km

Nicht weit weg von Twin Fals ist Bonneville, die berühmte Hochgeschwindigkeitsrennstrecke. Auf der ausgetrockneten Salzfläche bei Salt Lake City wurden bisher sämtliche Geschwindigkeitsrekorde für "Landfahrzeug" aufgestellt. Was heisst hier ausgetrocknet? Die "Race Week", wegen der wir ja schliesslich hier waren, musste wegen Wassers (ca. 10 cm) abgesagt werden. Wie schon 1999 mit dem Töff, mussten wir auch diesmal wieder unverrichteter Dinge abziehen.
Dieser "Flop" wurde dann aber auf dem Weg zum Fish Lake um das x-fache entschädigt. So wie sich hier die herbstliche Farbenpracht präsentiert, ist einfach unglaublich. Einen ganzen Tag sind wir vor dem Campfeuer gehockt und haben nichts anderes gemacht als die Eindrücke in uns hinein zu saugen. Am nächsten Tag wollten wir dann die Sache bei einer kleinen Wanderung noch näher sehen. Es fehlen einfach die Worte...

13.09.-18.09.
Salmon-
Twin Falls

594
20'049 km

Bevor wir völlig überraschend und unvorbereitet bei Twin Falls die tolle Brücke über den Snake River überquert hatten, machten wir einen Besuch auf den Lavafeldern bei den "Craters of the Moon". Erdgeschichtlich gerade vor wenigen Augenblicken (vor 2'500 Jahren) muss hier die "Hölle los gewesen" sein. Und trotzdem - vereinzelt und ganz spärlich versucht die Vegetation wieder Fuss zu fassen. Wie lange wird es wohl dauern, bis die wenigen Pflanzen vom nächsten Lavaausbruch wieder zerstört werden?
Der Snake River wird auf seinem Lauf bis Twin Falls an 5 Orten gestaut. Einerseits werden die Wassermassen für die Bewässerung der riesigen Anbauflächen genützt und anererseits für die Elektrizitäsgewinnung. In Twin Falls befnden sich schliesslich die Shoshone Fälle, die grössten Wasserfälle im Westen Nordamerikas. Anlässlich unseres Besuchs lagen sie wegen Bauarbeiten am Staudamm trocken.

08.09.-12.09.
Spartwood -
Salmon

836
19'455 km

Die Wetterprogronosen in Sparwood haben nichts Gutes verheissen. Zudem hat unser Freund Hans aus Calgary ein Bild mit seinem frisch eingeschneiten Haus geschickt. Es gab also nur zwei Optionen: Entweder eingeschneit zu werden oder *die Flucht nach vorne". Schweren Herzens haben gaben wir letzterem den Vorzug. Als wenn dies nicht schon "schwer genug" war, gab es an der US-Grenze den zweiten Hammer zu verdauen. Es wurde uns kein einziger Tag mehr zugestanden, als das, was wir bei der letzten Einreise in die USA bekommen haben. Winseln und Bitten, dass man uns doch die Zeit in Canada gutschreiben möchte, hat nichts gebracht. "NOW!" war die niederschmetternde Antwort. Ende der Durchsage. In Messoula haben wir erfahren, dass es inzwischen auf unserem Camp in Sparwood 25 cm gescheit hat und es gab viel zu erledigen. Service am Auto, ein Stromgenerator und warme Kleider kaufen und vieles mehr. Interessanterweise war man hier wesentlich toleranter und hat jeden Dollar gerne genommen...

25.08.-07.09.
Ford Macleod-
Spartwood

229
18'619 km

Die Tage werden kürzer und die Nächte länger. Am Abend noch am Campfeuer zu sitzen macht nicht mehr so richtig Spass. Aber wenn man es statistisch betrachtet, so brennt man sich auf der einen Körperseite fast die Haxen an und auf der andern Seite friert man wie ein Schlosshund. Im Durchschnitt ist es aber immer noch recht angenehm...
Aus der Ferne sind die Rocky Mountains zu sehen, es wird hügelig und das Lenkrad des Autos bekommt wieder mal was zu tun. Der Wechsel von der flachen, baumlosen Prärie zu bewaldeten Tälern und Bergen verläuft sehr schnell. Nach ca. 50 km kommen heimatliche Gefühle auf. In Sparwood besuchen wir wieder mal eine Mine, diesmal ist es eine offene Steinkohlemine mit einer Kapazität von ca. 6.5 Mio Tonnen pro Jahr. Hier hat der grösste 3-achsige Dumper der Welt seinen Dienst getan. Wegen neuer Abbaumethoden ist das gute Ding arbeitslos geworden und fristet nun mit seinen 260 Tonnen und 3'300 PS den Lebensabend vor dem Vistor Center.

09.8.-24.08.
Drumheller-
Ford Macleod
880
18'390 km

Irgendwie wird es einem ganz komisch ums Herz, wenn man den tanzenden Schwarzfussindianern bei der "Head Smashed-In Buffalo Jump Word Heritage Site" zusieht. Nach den vielen Wochen in der Prärie war der Besuch bei den *Dinos" in Drumheller, den sehr schönen Tagen bei unseren Freunden Margot und Hans mit ihren "Supergirls" Tanja und Sibyle und dem Besuch des "Buffalo Jump" endlich wieder etwas Spannung in unser Leben zurück gekehrt. Endlich wieder mal eine Abwechslung in unserem ruhigen "Rentnerleben".
Wie seit Wochen, waren wir auch in dieser Zeit von heftigen Gewittern nicht verschont geblieben, aber es blieb bei uns alles trocken. Ohren wie Kuhglocken bekamen wir, als bekannt wurde dass in Jasper bereits der erste Schnee gefallen ist. Auch die Nächte sind rund um Calgary mit 5ºC schon recht kühl. Zum Glück haben wir einen guten Ofen und wie immer bereitet Anita leckere Malzeiten zu. Es ist halt schon so, dass man mit einem guten gefüllten Bauch auch bei Kälte besser schlafen kann....

09.07.-08.08
Flin Flon-
Drumheller
1'629
17'510 km

Canadas "Nowhere" ist nicht gerade die Gegend, wo jeden Abend eine rauschende Party abgeht. Dafür sorgt das Wetter mit grossen Gewittern für Aufregung und Spannung. Nur gut, dass wir jeweils von Schäden verschont wurden. Sofern die Lenkgeometrie perfekt eingestellt ist, das Auto gerade auf der Strasse liegt und kein Seitenwind herrscht, kann man selbst bei konstant 80 km/h die gemächlich vorbeiziehende Landschaft geniessen. Ab und zu kann es schon mal vorkommen, dass ein anderes Fahrzeug entgegen kommt, aber das ist mit Sichtweiten bis zum Horizoint nicht sehr schwierig...
Zum 3. mal in Drumheller haben wir zum Anlass genommen wieder mal ein Reisejahr, den Hochzeitstag und etwas ganz Spezielles zu feiern. Zum Glück haben uns die zierlichen Tierchen, die vor 65 Millionen Jahre ihre Hochblüte hatten nur in Form von Fossilien im Royal Tyrrell Museum Gesellschaft geleistet. Das wäre doch was für "NR Stöfi Nörgali", zu lernen, wie man mit alten Knochen umgeht...

05.06-09.07.
Sioux Narrows-Flin Flon
1'683
15'881 km

Auf dem Weg Richtung Hudson Bay sind wir via Kenora, Winnipeg und dem Riding Mountain NP in Flin Flon angekommen. Während diesen 5 Wochen hatten wir nur etwa 10 Tage ohne Regen. Der neue Trailer ist wenigstens wasserdicht. Aber schlimm ist es für die Farmer. Weite Landstriche stehen unter Wasser, Dämme sind gebrochen und Strassen sind teilweise gesperrt. An wandern ist nicht zu denken. Es macht keinen Spass im Morast herum zu stapfen, begleitet von Insektenschwärmen jeder Art. Aber Anita sorgt für gute Moral und bereitet täglich schmackhafte Essen vor, während Mark auf seinem "Schneiderchen Mac, Mac, Mac" an den Videos der letzten 5 Jahre herumschnipselt. Wenn es dann wieder mal einen sonnigen Tag gibt, packen wir zusammen und fahren bis zur nächsten Regenfront. Leider (oder zum Glück...?) lässt die Internetversorgung etwas zu wünschen übrig, Es ist immer eine Glücksche, eine gute Verbindung zu finden. Aber das ist ja weiter nicht tragisch....

01.06-04.06.
Elkins-
Sioux Narrows (Canada)
2'464
14'198 km

Würde sich nicht jeder "Hirnlose" als "Manager" bezeichnen, so hätten wir den neuen Trailer spätestens nach einer Woche auf der Strasse gehabt. So dauerte es eben 2 Wochen mit Dauerstress bis wir mit "frischen Pferden" aufbrechen konnten. Kaum gestartet führte der Weg von "Hardwarestore" zu "Hardwarestore". Mal knackte es da, mal dort. Auf dem Highway machte sich ein Kotflügel selbständig und die Werkzeugtasche war immer in Griffnähe. So "erfreuten" wir uns an der spannenden Reise durch eine eher langweilige Gegend mit viel LKW-Verkehr und schlechten Strassen. Vor und nach Chicago war es recht sonnig aber genau durch die Stadt flogen uns nicht "blaue Bohnen" um die Ohren sondern "litergrosse" Regentropfen und Hagelkörner. Ein Tropenschauer war dagegen wie ein leicher Nieselregen... Der Grenzübergang nach Canada war wie üblich sehr freundlich und einfach und auch die "Amis" weckten Hoffnung, dass wir im Herbst mit keinerlei Problemen rechnen müssen um den Wintereinbruch im Grand Canyon sorglos zu geniessen.

14.05-31.05.
Blue Ridge Parkway NP-
Elkins
1'141
11'734 km

Sind wir zu schnell oder ist das Timing falsch? Ist ja egal! Auf jeden Fall haben wir auf dem wunderschönen "Blue Ridge Parkway" den richtigen Zeitpunkt um ca. 4 Wochen zu früh verpasst, wo die Rhotodendren ihre Hochblüte haben. Man stelle sich vor, dass die Strecke Hamburg-Mailand über eine perfekt ausgebaute 2-spurige Strasse führt, tausende von Kurven, 95% der Strecke in einem frühlingshaften Mischwald, davon ca. 500 km umsäumt mit blühenden Rhotodendren und Azaleen. Einfach unglaublich! Der Herbst muss mit anderen Vorzeichen genau so grandios sein wenn sich die Natur auf den Winter vorbereitet.
Unterwegs ist viel passiert. Aus Unachtsamkeit hat Mark beim Wenden mit dem Trailer das Heck vom Auto beschädigt, in Elkins hat die "Airmatic" den Geist aufgegeben und das Auto musste abgeschleppt werden und dann haben wir so ganz nebenbei einen neuen Trailer gekauft. Der alte hat sich zum Reisen als zu gross erwiesen und die "amerikanische Wertarbeit" hat unsere Ansprüchen nicht erfüllt...

28.04-13.05.
Florida-
Smoky Mountains NP
2'142
10'593 km

Nach der medizinisch bedingten "Stippvisite" in der Schweiz und einem miserablen Flug mit U.S.Airways zurück nach Florida, galt die volle Aufmerksamkeit Uschi und dem grossen Geburtstag von Helmar. Kaum richtig ausgeschlafen holten wir am nächsten Tag das Auto aus dem Storage, fuhren zuerst zur DMV um die Florida Driver License zu erneuern, regelten die Versicherung, die Mobil-Dienste und eröffneten ein neues Bankkonto. So ausgerüstet gings zum allerwichtigsten Ereignis. Ist unsere "kleine Schwarze" (Katze)" noch vor Ort und in welchem Zustand ist der Camper-Trailer?? Ein herzhaftes "Miauuuuu" hat die Herzen in Bruchteilen einer Sekunde um ein Mehrfaches höher schlagen lassen. Auch beim Camper war alles in bester Ordnung. Nach ein paar tausend Streicheleinheiten und dem Wiedereinrichten des Campers haben wir also schweren Herzens die Reise via den Smoky Mountains und dem Blue Ridge Parkway nach Norden angetreten.

20.03-28.04.
Schweiz
0
0 km

Es war oberstes Ziel, medizinische Untersuchungen gründlich und in Ruhe über die Runden zu bringen. Daher wussten nur ein paar wenige von unserer Rückkehr. Seit wir von den erfreulichen Ergebnissen wissen, dass alles in bester Ordnung ist und kein Risiko mehr besteht, können wir unsere Freiheit wieder in vollen Zügen geniessen. Was will man mehr?!
Endlich konnten wir bei schönstem Frühlingswetter ein paar entspannte Tage mit unseren Freunden verbringen und das Rückflugticket nach Florida buchen.
Wir freuen uns nun auf einen völlig neuen Reise- und Lebensabschnitt auf dem nordamerikansdhen Teilkontinent zwischen Arktis und Karibik, Pazifik und Atlantik

15.-16.03.
Daytona
retour
750
8451 km

Wenn schon - denn schon...
Wohl eine der grössten "Deppenveranstaltungen" in USA ist die Bike Week in Daytona. Als ehem. Motorradfahrer könnte man meinen, dass dies für Mark ein "Muss" ist. Dem ist aber nicht so! Zugegeben - in der unüberschaubaren Menge "gehirnamputierter" Harleyfahrer gibt es tatsächlich 2-rädrige Schönheiten, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Es gibt Dinge zu sehen, da traut man den eigenen Augen nicht. Aber "echte" Motorradfahrer sind hier kaum zu sehen. Tausende von Trucks, beladen mit Harleys verstopfen die Parkplätze. Die 2-rädrigen Dinger werden mit vereinten Kräften abgeladen und dann wird den ganzen Tag mit ohrenbetäubendem Lärm die Mainstreet rauf und runter gedonnert. Sollte der eher unwahrscheinliche Fall von einem Regenschauer eintreten, so würde das sofort in einer Katstophe enden. Man stelle sich einen Regentropfen auf einer Harley vor. Undenkbar....!!!

08.01.-14.03.
Moore Haven
1'986
7'701 km

Es war Zeit das Feld zu räumen und an einen ruhigeren Ort zu wechseln. In "Floridas nowhere" in der Nähe des Lake Okeechobee fanden wir das Ding der Begierde. Zwar nicht am Meer, dafür mit einem geheizten Pool, Fitnesraum, Golfplatz mit RV-Resort und vor allem Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe. Endlich konnte sich Mark auf die Produktion der längst fälligen Videos der letzten 5 Jahre konzentrieren. Wäre da nur nicht die junge Schwarze (Katze) gewesen. Was mit einer Streicheleinheit begonnen hat, endete beim Abschied in einem reissenden Fluss von Tränen. Tja - wer Mark kennt, weiss, dass er (auch...) diesbezüglich nicht "alle Tassen im Schrank" hat...
Ab und zu hatten wir Besuch von Overlandern aus der Schweiz und Deutschland. Das war nicht nur eine willkommene Abwechslung, sondern auch ein aktives Erinnern an die letzten 5 Jahre.

20.09.13-
08.01.14
Lake Worth
5'715
5'715 km

Auch wenn Florida nicht die "Wunschdestination" war, konnten wir uns ganz gut einleben. Mark's Schwestser und ihr Mann Helmar haben es uns einfach gemacht und gaben Unterstützung wo es nur ging. Auf dem sehr schönen John Prince RV-Park konnten wir das Leben der kanadischen "Snowbirds" studieren, in den unzähligen "Konsumtempeln" Geld nach "allen Regeln der Kunst" verheizen und das Leben in einem Trailer erlernen. An Thanksgiving, Weihnacht und Silvestser verhalfen überschwengliche "Fressorgien" trotz täglichem Fussmarsch von ca. 5 km zu weiteren, schwer abbaubaren Kilos.

20.09.13-
19.03.14
Schweiz- Florida
0
0 km

Am Freitag 20.09.13 sind wir in Florida angekommen, 2 Tage später stand das neue Auto vor der Türe. Ende der 1. Woche hatten wir die schlechten Nachrichten von den medizinischen Tests in den Händen und die Florida "Driver License" im Sack. Es folgte eine neue Lagebeurteilung. Statt nach Mexico zu gehen, dort über den Winter ein Haus oder ein Apartement zu mieten und im Frühjahr auf dem Weg nach Norden einen Trailer (Wohnwagen) zu kaufen, blieben wir in Florida und kauften dort einen Trailer. Wir lieben das Ändern von Plänen ganz und gar nicht, sind es aber gewohnt und haben gelernt mit solchen Situationen umzugehen. So haben wir in Florida trotz allem das gefunden, wonach wir gesucht hatten.

08.08.13-
19.09.13
Schweiz
0
0 km

6 anspruchsvolle Wochen "zu Hause in der Schweiz", mit Freunden, Bekannten und Kollegen hat viele Blessuren hinterlassen. Vorgesehen war, im Rahmen eines "Back Home Apèro" die Highlights der letzten 5 Jahre aufleben zu lassen. Es entwickelte sich zu einem kleinen Event, bei dem 140 Würste und 50 Liter Bier und Wein genossen wurden. Statt ausgiebig zu plaudern, reichte es vielfach nur zu einer kleinen Umarmung und wenigen Worten. Das war nicht nur für uns "unbefriedigend", sondern viele Erwartungen unserer Freunde wurden nicht erfüllt. Das tut uns untröstlich leid. Trotzdem war es wunderschön, so viele Freunde von "Nah und Fern" zu treffen. Auf die viel gestellte Frage, wie es nun weiter geht, war Mark's "Standardantwort": "So schnell wie möglich wieder weg!"